Drei erwachsene Frauen wurden in die Kirche aufgenommen!

Hauzenberg Pfarrverband am 24.05.2019

Taufen-Ostern-2019-037

Dekan Alfons Eiber macht Bea­te Bloch wäh­rend der Fir­mung das Kreuz­zei­chen auf die Stirn; hin­ter ihr Firm­pa­tin Anna Krinninger.

Es war ein außer­ge­wöhn­li­ches Fest in Hau­zen­berg. Bei zwei beson­ders denk­wür­di­gen Got­tes­diens­ten in der Hau­zen­ber­ger Pfarr­kir­che St. Vitus und in St. Niko­laus in Haag wur­den drei Erwach­se­nen­tau­fen mit Fir­mung und anschlie­ßen­der Erst­kom­mu­ni­on voll­zo­gen. Hin­zu kam die Tau­fe eines sechs­jäh­ri­gen Kindes.

Sicht­lich ange­rührt war der Hau­zen­ber­ger Pfar­rer, Dekan Alfons Eiber, nach dem Got­tes­dienst in Haag von den bei­den Mess­fei­ern. Das waren zwei denk­wür­di­ge Got­tes­diens­te“, sag­te er, noch ganz unter dem Ein­druck des Erleb­ten. Nicht nur die Fir­mung, also die Erleuch­tung mit dem Hei­li­gen Geist wur­de gefei­ert, wie jedes Jahr ein Höhe­punkt im christ­li­chen Kir­chen­jahr. Vor­her hat­te Pfar­rer Eiber zusam­men mit Pfarr­vi­kar Binoy Xavier bei Ste­pha­nie Jung (39), Ste­pha­nie Lade­mann (35), Bea­te Block (58) und Amy Lade­mann (6) vier Tau­fen vollzogen. 

Hin­zu kam bei den drei erwach­se­nen Frau­en auch die Fir­mung, also die Sal­bung mit dem Chri­sam, dem Hei­li­gen, von Bischof Ste­fan Oster geweih­ten Öl. In der katho­li­schen Kir­che bedeu­tet sie gleich­sam die Stär­kung mit der Kraft des Hei­li­gen Geis­tes und die Voll­endung der Tau­fe, sodass der Gefirm­te unein­ge­schränkt zur Kir­che gehört. Anschlie­ßend wur­de den drei erwach­se­nen Frau­en auch die Erst­kom­mu­ni­on gereicht. Zu all­dem kam die Tau­fe der sechs­jäh­ri­gen Amy Lade­mann hin­zu. Eben­so wie Amy im wei­ßen Kleid erschien, beka­men auch die drei erwach­se­nen Frau­en das wei­ße Kleid über­ge­zo­gen, als Zei­chen der Freu­de, des neu­en Lebens und der neu­en Rein­heit im Glau­ben. So etwas erlebt man auch als Pfar­rer nicht alle Tage“, sag­te Pfar­rer Eiber. Schließ­lich habe man weit mehr damit zu tun, dass die Men­schen der Kir­che den Rücken keh­ren, und nicht damit, dass sie bewusst und über­zeugt zu ihr gehö­ren wol­len und sich ihr bekennen.

In sei­ner kur­zen Pre­digt erin­ner­te Dekan Eiber an die Emma­us-Geschich­te aus dem Luka­sevan­ge­li­um ein, als Jesus zwei Jün­gern auf dem Weg von Jeru­sa­lem nach Emma­us erschien und sich beim Brot­bre­chen als der Gekreu­zig­te, der Ver­stor­be­ne und Auf­er­stan­de­ne zu erken­nen gab. Bei­spiel­haft sei das gemein­sa­me Zurück­le­gen eines Weges, das Sich-Auf­ma­chen und das gegen­sei­ti­ge Erzäh­len. So hät­ten auch die drei erwach­se­nen Frau­en im Vor­be­rei­tungs­jahr, dem so genann­ten Katechu­me­nat, häu­fig mit­ein­an­der gespro­chen, sich unter­hal­ten und gegen­sei­tig bes­ser ken­nen gelernt. Man kommt sich da auch mensch­lich näher und erfährt viel Per­sön­li­ches“, sag­te Pfar­rer Eiber. Hin­zu kom­me beim Emma­us-Gang die Aus­le­gung der Schrift, wie Jesus sie für die Jün­ger erläu­tert habe. Wie kann uns die Schrift hel­fen, den gemein­sa­men Weg zum Leben zu gehen, ihn zu bewäl­ti­gen?“, frag­te der Dekan. Eine stän­di­ge Aus­ein­an­der­set­zung, ein Rin­gen um das Ver­ste­hen der Inhal­te des Evan­ge­li­ums fol­ge dar­aus. Und schließ­lich hät­ten die bei­den Apos­tel Jesus nach Ankunft noch gebe­ten zu blei­ben, die Gemein­schaft nicht sofort wie­der zu ver­las­sen. Die­ses Bei­ein­an­der-Blei­ben, in der Gemein­schaft der Chris­ten zu blei­ben und mit­ein­an­der immer wie­der das Brot zu bre­chen, auch das will uns die Emma­us-Geschich­te leh­ren“, sag­te Pfar­rer Eiber. In die­sen Tagen sei das eine beson­ders denk­wür­di­ge Botschaft.